Wir möchten diesen Blog unter anderem dazu nutzen, Euch andere Künstler, interessante Webseiten oder auch für Musiker nützliche Vereine und Gruppierungen vorzustellen. Und was würde sich da für den Anfang besser eignen, als ein Porträt über uns selbst zu verfassen? Los geht‘s!

Die Anfänge

Preisträgerkonzert 2004

Wir machen seit über 20 Jahren zusammen Musik – jedem, dem wir diesen Satz sagen, klappt erstmal automatisch die Kinnlade herunter. Dann kommt meistens das große Alters-rechnen, verbunden mit der panischen Überlegung, ob das herzliche „Du“ bei der Begrüßung überhaupt angemessen war. Aber Spaß bei Seite – da wir als Kinder in der gleichen Harfenklasse bei Ursula Roleff-Lenders angefangen haben, haben wir schon mit acht Jahren zusammen im Harfenensemble gespielt. 1998 kam dann die erste „Jugend Musiziert“-Teilnahme als Quartett. Die Erfahrungen, die wir damals sammelten haben uns bis heute geprägt. Zum Beispiel schreiben wir heute fast alle Arrangements für zwei Harfen selbst, genau wie früher der Mann unserer Lehrerin Hans-Günther Lenders. Unser größter Erfolg als Ensemble war ein erster Bundespreis bei „Jugend Musiziert“ 2004.

Unsere ursprünglichen Pläne eines professionellen Harfenensembles erfüllten sich nach dem Abitur leider nicht. Nur drei von mittlerweile fünf Mitgliedern unseres Ensembles entschieden sich für ein Musikstudium. Und auch wir anderen gingen erstmal unserer Wege – auch wenn wir beide schon damals auch privat ein Paar waren. Laura studierte in Weimar bei Mirjam Schröder, während Daniel nach München zu Cristina Bianchi ging.

Studium

Im Studium rückte der Gedanke an ein Harfenensemble oder -Duo verständlicherweise erst einmal in den Hintergrund. Zu groß war der Druck, sich das Standard-Repertoire und die dazu benötigte Technik draufzuschaffen. Ganz aufgegeben haben wir es aber beide nicht: Gelegentlich spielten wir mit anderen Studenten oder selten, wenn es die Zeit zuließ, auch gemeinsam als Duo.

Es muss so um unser Vordiplom herum gewesen sein, als wir unser erstes Duokonzert gaben. Das Programm war eine wilde Mischung aus Solostücken, richtigen Duos und Anfänger-Duos, die wir zusammengekratzt hatten, um die Stunde voll zu bekommen. Richtig zufrieden waren wir mit dem Konzert nicht, aber der Wunsch nach dieser Art Musik war wieder geweckt.

In weiteren Verlauf unseres Studiums strebten wir zunächst eine Karriere als Orchestermusiker (Daniel) und Musikschullehrerin (Laura) an. Das entwickelte sich auch ganz vielversprechend: Einige Erfolge bei Probespielen und ein paar private Schüler bestätigten uns in unseren Zielen.

Diplom – und jetzt?

Nach dem Studium stellte sich der berufliche Erfolg natürlich nicht sofort ein – eine Erfahrung, die die meisten Musiker machen dürften. Und schon stellte sich die Frage, wie es jetzt weitergehen sollte. Wir wohnten mittlerweile beide in Weimar und hatten daher genügend Gelegenheit, zusammen zu proben. Da fassten wir den Entschluss, uns als Duo selbstständig zu machen. Ein großer Schritt, der mit mehr Arbeit verbunden war, als wir zunächst gedacht hatten – vor allem in der Bürokratie.

Plakat 2016 Vorschau

Plakat der „Impressionen“-Tournee 2016

Wir stellten unsere Homepage online und schrieben dutzende Mails an Hotels, Schlösser, Kirchen und Kammermusikreihen. Zurück kam: Nichts. Selbstzweifel packten uns. Waren wir nicht gut genug? Waren unsere Gagenvorstellungen überzogen? War den Leuten ein Harfenduo zu exotisch? Erst später erfuhren wir von der Managerin eines bekannten Künstlers, dass dies ganz normal sei und wir uns nicht davon entmutigen lassen sollten. Wir machten also weiter und ganz allmählich stellten sich erste Erfolge ein.

Die Tourneen

Doch mit der Zeit merkten wir, dass der Aufwand für die einzelnen Konzerte einfach zu hoch war. Jedes Mal übten wir ein komplettes Programm ein, um es dann nur einmal zu spielen. Es lohnte sich kaum, die vielen Stunden Arbeit in ein neues Arrangement zu investieren. Also überlegten wir uns ein neues Konzept: Die Tourneen.

2016 spielten wir unser „Impressionen“-Programm über das ganze Jahr verteilt bei 12 Konzerten. Das hatte den Vorteil, dass wir nur ein Programm proben mussten, dafür gezielt Arrangements schreiben und außerdem ein Programmheft gestalten konnten, das wir nicht für jedes Konzert extra drucken mussten.

2018 steht unsere dritte Tournee an – diesmal unter dem Titel „Ravel vs Debussy“. Uns macht das Duo großen Spaß und das wird es auch noch lange tun – hoffentlich mit Euch zusammen!

Laura & Daniel

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