{"id":1168,"date":"2018-09-04T21:35:03","date_gmt":"2018-09-04T19:35:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dasharfenduo.de\/wordpress\/?p=1168"},"modified":"2019-09-14T10:48:11","modified_gmt":"2019-09-14T08:48:11","slug":"fundstuecke-kurt-atterberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dasharfenduo.de\/wordpress\/vermischtes\/aus-daniels-leben\/fundstuecke-kurt-atterberg\/","title":{"rendered":"Fundst\u00fccke: Kurt Atterberg"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem wir Euch k\u00fcrzlich das <a href=\"https:\/\/www.dasharfenduo.de\/wordpress\/aus-daniels-leben\/fundstuecke-mitja-nikisch-klavierkonzert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Klavierkonzert von Mitja Nikisch<\/a> (Das YouTube-Video ist leider nicht mehr verf\u00fcgbar) vorgestellt hatten, kommt nun der n\u00e4chste Beitrag aus der Kategorie \u201eFundst\u00fccke\u201c. In diesem Beitrag geht es diesmal nicht um ein konkretes Werk, sondern um den weitgehend unbekannten Komponisten Kurt Atterberg.<!--more--><\/p>\n<p>Kurt Atterberg (1887-1974) war ein Komponist der Sp\u00e4tromantik. Er gilt als einer der bedeutendsten schwedischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Zu seinen Werken z\u00e4hlen unter anderem neun Sinfonien, f\u00fcnf Opern sowie mehrere Solokonzerte. Seinen gr\u00f6\u00dften Erfolg feierte er mit der sechsten Sinfonie, mit der er 1928 einen internationalen Kompositionswettbewerb anl\u00e4sslich des 100. Todesjahres von Franz Schubert gewann. Da das Preisgeld 10.000 $ betrug, bekam das Werk bald den Beinamen \u201eDollarsinfonie\u201c.<\/p>\n<p><div class=\"column one-third mobile-one\"><div class=\"mcb-column-inner\"><div class=\"responsive-video\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"\" height=\"\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/1ySSn7UFxQA\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"column two-third mobile-one\"><div class=\"mcb-column-inner\"><\/p>\n<p><strong>Kurt Atterberg:<\/strong><\/p>\n<p>Sinfonie Nr. 6 in C-Dur op. 31 (1928)<\/p>\n<p>I. Moderato<br \/>\nII. Adagio<br \/>\nIII. Moderato<\/div><\/div>\n<\/p>\n<p>Atterberg blickte sp\u00e4ter mit Humor auf den Wettbewerb und seinen Gewinn zur\u00fcck. Unter anderem schrieb er 1929 einen Zeitungsartikel mit dem Titel \u201eWie ich die Musikwelt an der Nase herumf\u00fchrte\u201c, indem er sich \u00fcber die angeblichen Kenner der Musik Schuberts lustig machte: Die Wettbewerbsbeitr\u00e4ge hatten laut Ausschreibung \u201eim Geiste Schuberts\u201c komponiert sein sollen, Atterberg hatte jedoch erst von dem Wettbewerb erfahren, als er die Arbeiten an den ersten beiden S\u00e4tzen bereits abgeschlossen hatte. In der Folge wurden sogar Forderungen laut, dass er das Preisgeld zur\u00fcckgeben solle, was Atterberg jedoch nicht tat. Stattdessen kaufte er sich davon ein Auto und nahm Fahrstunden.<\/p>\n<p>Nach dem zweiten Weltkrieg nahm Atterbergs Popularit\u00e4t ab, da ihm vorgeworfen wurde, zu sehr mit der Ideologie der Nationalsozialisten symphatisiert und antisemitische \u00c4u\u00dferungen get\u00e4tigt zu haben. Er wurde nach einer Untersuchung von diesen Vorw\u00fcrfen freigesprochen, doch viele Kollegen und Zuschauer mieden ihn in der Folge und 1952 musste sogar eine seiner Opern nach der Premiere abgesetzt werden, da zu wenige Karten verkauft worden waren. Seine Rolle als Generalsekret\u00e4r der schwedischen Reichsmusikkammer bis 1938 ist bis heute umstritten und konnte nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Zu meinen Lieblingsst\u00fccken dieses Komponisten z\u00e4hlen neben der schon erw\u00e4hnten Sinfonie vor allem die Solokonzerte. Ich mag diese Gattung generell sehr gerne, weil sie die Klangm\u00f6glichkeiten sowohl des Orchesters als auch des einzelnen Instruments zur Geltung bringt. F\u00fcr diesen Beitrag habe ich das Klavierkonzert, das Violinkonzert und das Cellokonzert herausgesucht:<\/p>\n<div class=\"column one-third mobile-one\"><div class=\"mcb-column-inner\"><div class=\"responsive-video\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"\" height=\"\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/MCr3jU32KQQ\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/p>\n<p><strong>Kurt Atterberg:<\/strong><\/p>\n<p>Konzert f\u00fcr Klavier und Orchester in b-moll op. 37 (1935)<\/p>\n<p>I. Pesante allegro<br \/>\nII. Andante<br \/>\nIII. Furioso<\/div><\/div>\n\n<div class=\"column one-third mobile-one\"><div class=\"mcb-column-inner\"><div class=\"responsive-video\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"\" height=\"\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/1QEuM1iIdmk\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/p>\n<p><strong>Kurt Atterberg:<\/strong><\/p>\n<p>Konzert f\u00fcr Violine und Orchester in e-Moll op. 7 (1913)<\/p>\n<p>I. Moderato<br \/>\nII. Adagio cantabile<br \/>\nIII. Allegro molto<\/div><\/div>\n\n<div class=\"column one-third mobile-one\"><div class=\"mcb-column-inner\"><div class=\"responsive-video\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"\" height=\"\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/videoseries?list=OLAK5uy_lO8luNsZTgvU6-NReuwMAdK-jZ-W7JD-k\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/p>\n<p><strong>Kurt Atterberg:<\/strong><\/p>\n<p>Konzert f\u00fcr Violoncello und Orchester in c-Moll op. 21 (1922)<\/p>\n<p>I. Andante cantabile \u2013 Allegro<br \/>\nII. Adagio<br \/>\nIII. Allegro<\/div><\/div>\n\n<p>Das Cellokonzert ist meiner Meinung nach besonders gelungen, vielleicht auch, weil Atterberg selbst Cello spielte. Studiert hat er es allerdings nicht und auch sonst hat er sich das Komponieren vor allem selbst beigebracht. Eingebettet ist hier eine Playlist einer Naxos-CD mit dem Cellokonzert und dem Hornkonzert. Viel Spa\u00df beim H\u00f6ren!<\/p>\n<h3>Daniel<\/h3>\n<hr \/>\n<p><em>Anmerkung zu den YouTube-Videos: Ob die bei YouTube hochgeladenen Videos Urheberrechtsverletzungen darstellen, k\u00f6nnen wir nicht beurteilen. Da YouTube die Videos zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Post erschienen ist, nicht gesperrt hat, gehen wir davon aus, dass das Hochladen legal war. Wir haben diese Videos nat\u00fcrlich nicht selbst hochgeladen, sondern sie nur auf unserer Seite eingebunden, was nach g\u00e4ngiger Rechtsauffassung keine Urheberrechtsverletzung darstellt. Wem die Musik gef\u00e4llt, dem empfehlen wir trotzdem, die Aufnahmen k\u00e4uflich zu erwerben.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir Euch k\u00fcrzlich das Klavierkonzert von Mitja Nikisch (Das YouTube-Video ist leider nicht mehr verf\u00fcgbar) vorgestellt hatten, kommt nun der n\u00e4chste Beitrag aus der Kategorie \u201eFundst\u00fccke\u201c. 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