Zwar spielen wir nun zwei Saisons hintereinander Tango – aber zwischendurch gönnen wir uns eine kleine weihnachtliche Pause. Am 26. Dezember werden wir in Weimar in der Jakobskirche ein Konzert spielen. Über die Adventszeit hinweg werden wir dieses Programm auf dem Blog vorstellen. So könnt Ihr Euch schon jetzt von uns in weihnachtliche Stimmung versetzen lassen!


Den Anfang macht unsere Zusammenstellung von Tänzen aus dem Nussknacker von Pjotr Tschaikowski. Vielleicht erinnern sich manche, dass diese kleine Suite Teil unseres Programms „Fantasie – mit zwei Harfen durch die russische Musik“ war. Wir denken gerne an diese Tournee zurück und freuen uns, wieder etwas daraus zu spielen! 2017 gab es unseren Blog zwar noch nicht, aber ein Programmheft hatten wir schon. Daraus könnt Ihr jetzt unsere Beschreibung von Tschaikowskis Ballettmusik nachlesen. Viel Spaß!


Tschaikowski hatte bereits mit den Balletten Schwanensee und Dornröschen große Erfolge gefeiert. 1892 schrieb er als eines seiner letzten Werke den Nussknacker, nach der fantastischen Erzählung Nussknacker und Mäusekönig von E.T.A. Hoffmann.

In der Handlung bekommt das Mädchen Marie (in anderen Versionen Mascha oder Clara) zu Weihnachten einen Spielzeugnussknacker geschenkt. In der folgenden Nacht erlebt sie eine fantastische Traumreise: Unter dem Tannenbaum wird sie Zeugin, wie ihr neuer Nussknacker ein Heer von Zinnsoldaten gegen den bösen Mäusekönig in die Schlacht führt. Durch Maries Hilfe gewinnt der Nussknacker und verwandelt sich in einen Prinzen, der sie zum Dank ins Land der Süßigkeiten führt. Dort feiert sie mit den Süßigkeiten und anderen Märchenfiguren ein rauschendes Fest.

Der Marsch, mit dem wir in unserer Zusammenstellung beginnen, porträtiert abwechselnd die streng marschierenden Zinnsoldaten und das wuselnde Heer der feindlichen Mäuse. Nach überstandenen Kämpfen lädt die Zuckerfee in ihr Zauberschloss ein. In der Orchesterfassung wird die Zuckerfee durch die Celesta repräsentiert, eine Art Glockenspiel, welches mit Hilfe einer Klaviatur gespielt wird: Tschaikowski experimentierte hier mit diesem neu entwickelten Instrument, das dem ätherischen, „himmlischen“ Klang seinen Namen verdankt. Der Tanz der Zuckerfee wurde zur bekanntesten Celestapartie der Musikgeschichte.

Aus unserem Programmheft 2017: „Fantasie – mit zwei Harfen durch die russische Musik“
Das Bolschoi-Theater in Moskau hat die berühmteste Ballet-Truppe der Welt.
Am schönsten ist der Tanz der Zuckerfee natürlich im richtigen Ballett!

Zum Abschluss könnt Ihr in diesen beiden Videos erleben, wie die Werke im Original gedacht sind: mit Tschaikowskis Komposition für Orchester, und mit Ballettänzern, Kostüm und Bühnenbild! Wer in der Weihnachtszeit die Gelegenheit hat, den Nussknacker als Ballett zu sehen, sollte das nicht verpassen!

Laura & Daniel

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