Solokonzert für ein halbes Harfenduo

Was ist die zweitschönste Art, zu musizieren – abgesehen vom Spielen im Harfenduo? Natürlich als Solist vor einem Orchester zu sitzen! Laura hat jetzt diese Möglichkeit: Gemeinsam mit dem Klettenberger Kammerorchester wird sie das Solokonzert für Harfe und Streichorchester von Claude Debussy aufführen: Die Danses sacrée et profane.

Das Klettenberger Kammerorchester ist ein Kölner Laienorchester. Seit fast 50 Jahren bereichern sie das Kölner Musikleben. Unter ihrem Dirigenten Hamed Garschi studieren sie anspruchsvolle sinfonische Musik ein: In ihrem Konzert im Januar spielen sie Werke von Claude Debussy, Niels Gade, Edvard Grieg und Franz Schubert. Nicht nur Fans von Harfenmusik sollten so auf ihre Kosten kommen!

Wann & Wo:
25. Januar 2020, Konzertbeginn 17 Uhr, Friedenskirche Köln-Mülheim, Wallstraße 70
26. Januar 2020, Konzertbeginn 17 Uhr, Tersteegenhaus, Emmastr. 6, Köln-Sülz

Eintritt:

Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse (15 €/5 € ermäßigt).

In unserem Programm von 2018, „Ravel vs Debussy“, haben wir die Danses von Debussy auch gespielt. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere: Da hat Laura den Solopart gespielt, und Daniel den Part des Orchesters auf einer Harfe. Damals haben wir schon einmal auf unserem Blog das Werk vorgestellt. Hier könnt Ihr einen Auszug aus diesem Blogbeitrag lesen:

Claude Debussys Deux Danses für Harfe und Streichorchester gehören zu den beliebtesten Werken des Harfenrepertoires. Obwohl Debussy eigentlich für die chromatische Harfe schrieb, ist das Stück auch auf der heutigen Pedalharfe spielbar.

Die chromatische Harfe mit zwei überkreuzten Saitenreihen war einer von vielen Wegen, der Harfe einen möglichst großen Tonraum zu ermöglichen. Heute hat sich die Doppelpedalharfe durchgesetzt – trotz der komplexen Pedalmechanik ist sie die leichter spielbare Variante der Harfe.

Hier könnt Ihr eine meiner liebsten Versionen hören, von Anneleen Lenaerts und dem Orchester brussels philharmonic. Anneleen Lenaerts ist die Soloharfenistin der Wiener Philharmoniker und eine weltweit gefragte Solistin.

Die wohl originellste Interpretation der Tänze liefert aber sicherlich Park Stickney: Er ist der bekannteste Jazz-Harfenist unserer Zeit. Virtuos spielt er nicht nur mit viel mehr Pedalen, als das Stück ohnehin schon hat, sondern auch mit unseren Erwartungen und Hörgewohnheiten. Und wann bekommt man als Harfenist schon Szenenapplaus?

Verschiedener als diese beiden können zwei Interpretationen nicht sein – viel Spaß beim Kennenlernen dieser wunderschönen Musik!

aus unserem Blogbeitrag „Lenaerts vs Stickney“ vom 4. Mai 2018
Das ist die klassische Version mit Streichorchester.
Und hier ist Park Stickney, der unfassbare Dinge mit einer Harfe macht!

Laura & Daniel

Bildquellen:
Foto von Laura Oetzel von Christian Duxa, Berlin (2019)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Tickets kaufen